Lebenswelten sind Medienwelten – Medienwelten sind Lebenswelten. Digitale Medien verändern das Lernen, Lehren und Leben in der Ganztagsschule. Per What´s App Beziehungen pflegen, sich auf Facebook in Szene setzen, in Computerspielen neue Rollen ausprobieren oder online Vokabeln lernen: dies und vieles mehr machen sie möglich. Dabei einen Mittelweg zu finden, zwischen dauerhaft online sein und offline abgehängt zu werden, ist nicht leicht. Die Kreativität und schöpferische Kraft der Lernenden zu betonen – kann das ein Weg sein, um das „richtige“ Maß zu finden und die Welt, auch in ihren digitalen Teilen, zu gestalten, ihre Vorteile zu nutzen und sich gegen Risiken zu behaupten? Was ist dann die Rolle der Ganztagsschule dabei? Welchen Rahmen im Unterricht und am Nachmittag kann sie dafür bieten? Diesen und folgenden Fragen widmen wir uns im Monatsthema:
- Medienbildung als Querschnittsaufgabe: Was heißt das für die innerschulische und außerschulische Kooperation?
- Medienkonzepte und digitale Methoden: Wie können Medien das Lernen in der Ganztagsschule sinnvoll ergänzen?
- Gegen Mobbing und Fake-News: Wie kann der verantwortungsvolle Umgang mit Medien gestärkt werden?
Kooperationen in der Medienbildung: Eine ganze Stadt macht mit
Medienbildung ist eine Querschnittsaufgabe: neben den schulischen Akteuren sind auch Schulträger, Bildungsverwaltung, Fortbildungsinstitute und IT-Dienstleister angesprochen. Als eines der ersten Bundesländer hat Bremen einen „Masterplan Medienbildung“ entwickelt. Ziel war es, allen Bremer Schülerinnen und Schülern gleichen Zugang zu digitaler Bildung zu verschaffen. weiterlesen
Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Partnern
Wie sieht zeitgemäße Medienbildung aus, die Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu emanzipierten Mediennutzern begleitet? Und wie gelingt das am besten in Partnerschaft? In der Studie „Bildungspartnerschaften zwischen Schule und außerschulischen Akteuren der Medienbildung“ werden erstmals die Hürden und Potentiale von Kooperation aus Sicht der Akteure untersucht. Schulen und ihre Partner schätzen ihre Zusammenarbeit in der Medienbildung von Kindern und Jugendlichen als erfolgreich ein, wünschen sich aber mehr Förderung. Dies zeigt die Studie. Es gibt auf beiden Seiten hohe Erwartungen. Außerschulische Partner wünschen sich eine medienkompetente Lehrkraft, die das Thema Medienbildung in allen schulischen Bereichen mitdenkt, Kollegium und Schülerschaft motiviert, sich aber gleichzeitig auch zurückhalten kann. Sie soll offen für Neues sein und genug Zeit für Projektarbeit haben. Schule wünscht sich einen außerschulischen Partner, am besten ein etabliertes Zentrum, mit komfortabler finanzieller und personeller Ausstattung, Partnern, die gut erreichbar sind, mit hohem Verständnis für Schule. Die Studie finden Sie hier.
Ergänzend zur Studie hier auch der Hinweis auf das Interview mit zwei Experten aus der außerschulischen Medienbildung, das kürzlich im Rahmen von #Schule29 geführt wurde.