Gemeinsam mit einer Musikschule haben das Humboldt-Gymnasium, die Max-Born-Realschule und die GHS Herderschule in Bad Pyrmont das Ganztagsangebot um musische Erziehung erweitert

Projektdaten

Klassenstufen:
5-11

Anzahl der Schüler/innen:
15

Anzahl der Lehrer/innen:
Dozent/innen der Musikschule

Fachbereiche:
Musik

Wochenstunden:
2

Das Projekt

Dozent/innen der Musikschule Bad Pyrmont haben in Absprache mit den Fachbereichen Musik der weiterführenden Schulen Kurse zur musischen Bildung angeboten. Das geschah unter Berücksichtigung des Bedarfs und der Neigung der Schüler/innen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Musikschule und Schulzentrum wird durch die gemeinsame Nutzung städtischer Gebäudeteile im Schulzentrum gefördert. Die alters- und schulformübergreifenden Kurse werden sehr gut angenommen. Darüber hinaus begleitet die Musikschule die Kinder bereits ab dem Grundschulalter durch Instrumentalklassen und Chorangebote in den Verlässlichen Grundschulen der Stadt. In Zukunft sind ebenfalls Kurse in musikalischer Früherziehung in Kindertagesstätten geplant. Das umfassende musische Angebot stellt eine wichtige Säule der Bildung und insbesondere des Ganztagsangebots dar.

Der Auslöser

Die räumliche Nähe der Musikschule zum Schulzentrum, der Wunsch nach einem facettenreichen Angebot außerschulischer Kurse sowie das große Interesse der Musikschulleitung an einer Zusammenarbeit

Der Weg

Von Beginn des Projekts „Ganztagsangebot“ an brachte sich die Musikschule Bad Pyrmont e.V., die mehr als 250 Mitglieder hat, als Kooperationspartnerin für außerschulische Angebote intensiv ein. Sie wurde in die Lenkungsgruppe zur Organisation des Ganztagsangebotes mit eingebunden, sodass Ideen zusammen entwickelt werden konnten. In den Absprachen zwischen den allgemein bildenden Schulen und der Musikschule ging es insbesondere um die Inhalte einer musischen Erziehung für die Schülerinnen und Schüler. Außerdem fanden wir Wege, auch die Materialien und Räume gemeinschaftlich

Probleme und Lösungen

Zeitliche Abläufe zwischen Kursen der Musikschule und der Zeitschiene des Ganztagsangebotes wurden abgestimmt sowie gemeinsame Raum- und Materialnutzungen vereinbart.

Schule

Schulname
Humboldt-Gymnasium, Max-Born-Realschule, GHS Herderschule

Schulart
Gymnasium, Realschule, Grund- und Hauptschule

Schulangebote
offen

Schulanschrift
Humboldt-Gymnasium Humboldtstr. 30 31812 Bad Pyrmont Max-Born-Realschule Georg-Viktor-Str. 6 31812 Bad Pyrmont GHS Herderschule Georg-Viktor-Str. 5 31812 Bad Pyrmont

E-Mail
: schulleitung@humboldt-gymnasium.de; max.born.rs@t-online.de; herderschule.badpyrmont@t-online.de

Anzahl der Schüler/innen
766 (Humboldt-Gymnasium); 485 (Max-Born-Realschule); 535 (GHS Herderschule)

Anzahl der Lehrer/innen
53 (Humboldt-Gymnasium); 30 (Max-Born-Realschule); 34 (GHS Herderschule)

Sonstiges pädogogisches Personal
3 (Humboldt-Gymnasium), 2 (Max-Born-Realschule), 3 (GHS Herderschule)

Ansatz der Schule
Integration körperbehinderter Jugendlicher; soziales Lernen (Mediation); GHS Herderschule: Erziehung zu Frieden und Toleranz gegenüber anderen Menschen und Kulturen – Partnerschulen in Kenia, der Türkei, den Niederlanden

Zeitstruktur
12–14 Uhr: Mensa-Angebot 14–15.30 Uhr: offenes Ganztagsangebot 7.55–13.10 Uhr: GHS Herderschule (volle Halbtags-Grundschule mit verlässlichen Betreuungszeiten)

Netzwerke der Schule
Humboldt-Gymnasium: n-21; Max-Born-Realschule: Mitglied im Schullandheimverband; GHS Herderschule: unesco-projekt-schule

Programme der Schule
Sokrates; Streitschlichtermodell; Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen; Kooperation mit Sportvereinen, Musikschule, Kirche; GHS Herderschule: „Klasse 2000“ des Lions Club, Schwerpunkt Gesundheitsförderung

Modellversuche der Schule
Humboldt-Gymnasium: Eigenverantwortliche Schule; GHS Herderschule: Kooperationsvertrag mit der Musikschule

Wettbewerbe der Schule
Humboldt-Gymnasium: Landes- und Bundeswettbewerbe Chemie, Physik, Mathematik; Max-Born-Realschule: Metallverband Niedersachsen; GHS Herderschule: „Run For Help“

Sozialraum der Schule
kleinstädtisch, ländliche Umgebung; Kurbetrieb; wenig Industrie; viele geringfügig Beschäftigte im Service-Bereich; gut organisierter türkischer Kulturverein; Erziehungs- und Beratungshilfe in Hameln

Zusammensetzung
Integration körperbehinderter Kinder eines AWO-Internats sowie von Schüler/innen mit Förderbedarf „Verhalten“ aus einem Kinderheim; mittlerer Migrationshintergrund

Besonderheiten
ausgebaute Kooperation der Schulen; gemeinsame Haushaltsverwaltung; regelmäßige Konferenzen und Tagungen (konzeptionell, organisatorisch)

Referenzen

Das Projekt hat erfolgreich am 1. Ganztagsschulwettbewerb „Zeigt her eure Schule“ teilgenommen.

Autoren

  • Andreas Jungnitz
  • Rainer Wagner
  • Hartwig Henke